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Wenn der Kopf still wird, beginnt
das Herz zu schreiben.

Eine Frage, die mir regelmässig gestellt wird. Und doch finde ich, dass es keine klare Antwort dazu gibt. Im Bereich Meditation geht es in meinen Augen darum, dass wir alle unseren eigenen Weg gehen, unterschiedliche Dinge ausprobieren und die für uns «perfekten» Meditationsarten finden.

Ich unterteile die gesamte Thematik gerne in drei unterschiedliche Typen, wobei kein Typ besser oder toller ist als der andere - sondern lediglich anders. Bei Typ A geht es um die geführten Meditationen, in denen man bewusst Themen anschauen und analysieren kann wie Angst, Stresssituationen etc. Bei Typ B handelt es sich um die sogenannte Transzendentale Meditation. Dabei geht es darum, den Geist mit immer weniger Anstrengung in die innere Stille zu bringen. Man kann bei 5 Minuten starten und dies bis zu 20 Minuten oder noch mehr hochschrauben. Und dann gibt es noch Typ C: Die absolute Ruhe. Du bist im Raum mit deinem Meditationskissen - ohne Musik, ohne geführte Meditation.


Nun... Was ist für jeden von euch nun die passende Meditation? Diese Entscheidung kann ich nicht für euch treffen. Ich kann nur von meiner Erfahrung berichten, die mir zeigte, dass Typ A für den Einstieg in die Meditation einfacher ist, als sich direkt an Typ C zu wagen. Ihr könnt euch meine Meditationen anhören und werdet dadurch geführt, geleitet und auch wieder zurückgeholt.


Sehr wichtig finde ich, dass wir stets achtsam und liebevoll mit uns umgehen. Es soll kein Wettkampf sein, wer am besten und längsten meditieren kann. Es geht um unser persönliches Training, ins Jetzt zu kommen. Auch bei mir gleicht kein Tag dem anderen. Manchmal schweifen meine Gedanken ab - manchmal nicht.


Seid offen, lernt euch kennen, geniesst die Meditation und - habt Spass!


Fühlt euch umarmt,

Eure Antonella


Zurück von meinem Yoga-Retreat in Mexiko, mit vielen Learnings im Gepäck. Es war für mich keine gewöhnliche Reise, denn ich reiste alleine nach Tulum. Deshalb nenne ich dieses Abenteuer und meine Erfahrungen daraus liebevoll «die Reise zurück zu mir». Wie hat es sich angefühlt? Was erlebte ich?



Ich war während den letzten zehn Jahren immer in einer Beziehung. Manchmal besuchte ich neue Länder und Kulturen zwar auch mit Freundinnen, aber meistens reiste ich mit meinen damaligen Lebenspartnern dorthin. Dadurch habe ich auch mir selbst nie die Möglichkeit gegeben, alleine zu reisen. In den letzten Monaten habe ich für mich entschieden, dass ich diese Dinge auch alleine machen möchte. Ohne einen Mann an meiner Seite zu haben. Gefühl zu haben, dass ich alleine nicht genüge oder dass es nicht okay ist, alleine zu reisen, möchte ich nicht haben.


Deshalb: Beziehung hin oder her - ich habe mir diese zwei Wochen bewusst geplant. Zeit für mich, blinde Flecken in Heilung bringen, Neues zu erfahren. Zwei Wochen Abschalten, ohne Instagram-Bilder zu erstellen. Die Ferien haben deshalb schon beim Packen begonnen - weder Make-up noch Lockenstab habe ich eingepackt. Das war bereits so entspannend. So wenig Gepäck hatte ich noch nie...


Wobei. Es waren trotzdem 3kg Übergepäck. Oops! Keine Ahnung warum. Vermutlich waren es doch ein paar Kleider zu viel. Und doch habe ich mir keine Regeln auferlegt sondern die grenzenlose Freiheit. Die Wärme tat mir sehr gut, auch wenn meine Haare dies nicht so mochten - ungebändigte Locken hallo! Aber es spielte einfach keine Rolle. Auch die Kultur gefiel mir sehr. Die Offenheit, die Herzlichkeit, die Wärme.


Bücher lesen, Musik hören - und die ersten vier Tage habe ich auch gar niemanden kennengelernt. Die letzten beiden Tage dann aber fünf Schweizer. Sie feierten gerade den Junggesellenabschied. Die Momente haben mich stark an meine alte Fussballzeit erinnert. Tiefgründige Gespräche. Es war so schön, meinen eigenen Prozess im Aussen wiederzuerkennen und dabei mehr bei mir anzukommen. Die Resonanz im Aussen hat mir dies direkt gespiegelt. Es war nicht oberflächlich oder sexistisch oder auf die Optik reduzierend, sondern einfach schön und wertvoll.


Auch wenn ich mir keine Regeln auferlegt habe, bin ich die Reise mit «Vorsätzen» angetreten: In meiner Ruhe alleine sein, auf die Atmung zu konzentrieren, in mich zu horchen und mein Herz zu spüren. Dies klappte sehr gut. Zusätzlich wollte ich meine Ängste überwinden. Wilde Tiere, Höhenangst - das sind so meine Hauptängste. Und dann habe ich da die Panik vor dem Singen, obwohl ich Musical studiert habe. Es ist die Angst, einfach nicht zu genügen, die mich schon jahrelang begleitet. Ich habe mich dann beiden Challenges direkt zu Beginn gestellt. Wie es der Zufall will, war an diesem Abend Karaoke-Night. Alles hat rebelliert, aber ich packte die Chance und sprang über meinen Schatten.


Nur für mich. Denn es kannte mich ja sowieso niemand. Also hatte ich auch nichts zu verlieren. Ich sang «Man I feel like a woman». Ich sang von meinem Herzen. Es kam das Gefühl hoch, dass ich die Angst kontrolliere und nicht sie mich - und natürlich das Freiheitsgefühl. Denn in diesem Moment war ich völlig bei mir. Dass auch noch das Feedback gut war, war lediglich das i-Tüpfelchen.


Wenn man die Angst überwindet, geht es nur um das Gefühl, das wir in uns selbst freisetzen. Ich fühlte mich so stark, so mutig und schlief danach seelenruhig ein. Am nächsten Tag hiess es für mich : Paragliding. Selbst wenn ich schreie und/oder weine -egal. Ich habe mich mit meinem Atem verbunden und alles beruhigte sich automatisch. Auch hier hat sich etwas freigesetzt. Ein schöner, spezieller, unvergesslicher Moment.


Wir entscheiden, wann uns die Angst ohnmächtig macht oder wann wir die Angst überwinden wollen. Die Comfort Zone ist super, aber es ist lediglich der Rand der Kontrolle. Alles, was danach kommt, ist ungewiss. Doch erst im Ungewissen liegt die Möglichkeit für Wachstum. Wir dürfen und müssen uns immer wieder konfrontieren, wenn auch in liebevoller Absicht.


Was mir sonst noch alles auf meiner Reise begegnet ist, hört ihr im neuen Podcast.


Fühlt euch umarmt,

Eure Antonella


Masken – ein Thema, das mich seit Jahren begleitet und meinen Alltag vorwiegend beherrscht. Unabhängig von Corona. Es ist die Maske, die wir Tag aus, Tag ein aufsetzen und problemlos tragen. Wie oft lachen wir, obwohl wir weinen möchten? Wie oft sagen wir «Ja», obwohl wir ein «Nein» spüren? Zu oft.



Mein Leben war jahrelang geprägt von einem grossen, fetten Grinsen, das mein ganzes Gesicht überstrahlt. Ja... Die, die mich kennen, würden mich als echten Sonnenschein bezeichnen. Und doch war das Lachen sehr lange mein Schutzmechanismus. Wenn man so strahlt, wird man auch nicht gefragt, ob es einem wirklich gut geht. Es wird davon ausgegangen. Somit konnte ich den Schmerz gut überdecken.


Genau deshalb ist das Tragen einer Maske ein solch grosses Problem. Warum tragen wir sie überhaupt? Wir verdecken unsere Ängste, unsere Gefühle, unsere Sorgen. Nur damit sich das Zugehörigkeitsgefühl einstellt und wir gemocht werden. Abgelehnt zu werden, ist unsere grosse Angst. Es kommt immer eine Reaktion zurück, wenn wir ehrlich handeln. Das Risiko besteht dann, dass das Gegenüber eine andere Meinung/Ansicht hat. Diese Ablehnung fürchten wir.


Bei mir war dies jahrelang so. Die Schauspielerei kam ja nicht von ungefähr. Ich habe es geliebt, Menschen zu beobachten und ich war sehr gut darin, eine Maske zu tragen. Doch wenn ich Freiheit heute beschreiben müsste, ist es die Tatsache, dass ich die Maske fallenlassen konnte. Ich kann sein, wer ich bin, fühlen, was ich fühle, machen, was ich möchte.


Wir brauchen die Maske nämlich gar nicht. Klar... Ab und zu ist sie sinnvoll und effizient. Da dürfen wir auch die Dankbarkeit spüren für den Schutz, die sie uns bietet. Wichtig ist, dass wir die Maske bedienen und nicht umgekehrt. Wenn wir wahrhaftige Liebe erfahren möchten, müssen und dürfen wir uns wahrhaftig zeigen. Wenn wir unsere Berufung leben möchten, müssen wir unsere Authentizität zeigen und leben.


Es gibt unterschiedliche Arten von Masken, die wir tragen:


- Maske, die die gesamte Aussenwelt sieht, die das Aussenbild darstellt

- Maske innerhalb der Familie, Partnerschaft, Freundschaft

- Maske mit dir alleine


Es sind drei Gesichter. Oftmals drei vollkommen unterschiedliche, selten ein einziges. Ich möchte mich mehr und mehr von diesen drei Masken lösen und überall die Frau sein, die ich bin. Ohne Maske.


Auch in Bezug auf Männer. Viele Männer kommen uns Frauen zu nahe, weil wir uns nicht abgrenzen können. Oder auch umgekehrt. Beobachte dich, deine Freundinnen und fremde Frauen wenn Männer mit ihnen flirten. Spielen wir mit? Kichern und lachen wir, obwohl es uns sehr unangenehm ist? Welche Maske ziehe ich innert kürzester Zeit an, damit ich nicht auffalle oder dem Gegenüber ein schlechtes Gefühl gebe?


Ich lade euch zu einer neuen Sichtweise ein: Sagen, was wir fühlen. Ehrlich. Wir können erstens stolz sein, denn dies braucht viel Mut. Und zweitens, kann es gerade in Beziehungsfragen direkt passen. Match! Und wenn es dann doch nicht passt, hast du deine Antwort auch und kannst deinen Weg weitergehen. Manche Dinge müssen einfach nicht sein. Es wäre doch eine Zeitverschwendung monatelang an Etwas herumzustudieren, obwohl man nach 5 Dates schon Tacheles reden könnte.


Lasst uns Pioniere für Verwundbarkeit und Echtheit sein. Das ist doch das, wonach wir uns sehnen. Tiefgründige, echte Gespräche. Sagen wir, wann wir traurig sind, hören wir auf zu lachen, wenn wir etwas nicht lustig finden, hören wir auf, uns selbst zu betrügen und zu belügen. Denn die einzige Person, die leiden wird, sind wir selbst. Unser Herz fühlt diesen Schmerz.


Wenn wir uns verwundbar zeigen, lernen wir auch andere auf diese wunderbare Art und Weise kennen. Daraus ergeben sich wunderschöne, unbezahlbare Beziehungen.


Fühlt euch umarmt,

Eure Antonella


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"Versuchen wir, das Beste eines jeden Menschen zu erkennen, den anderen im bestmöglichen Licht zu sehen. Diese Einstellung erzeugt sofort ein Gefühl der Nähe, eine Art Geneigtheit, eine Verbindung." - Dalai Lama

#inspireyourself

Als mein Herz begann zu schreiben
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