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Wenn der Kopf still wird, beginnt
das Herz zu schreiben.

Ein weit verbreiteter Mythos im Bereich Meditation ist, dass wir nichts denken dürfen. Doch das ist eine ziemliche Illusion, denn bereits mit dem Gedanken, dass wir keinesfalls Gedanken nachgehen dürfen, denken wir bereits. Wenn wir also von uns selbst erwarten, während der Meditation an nichts zu denken, ist der Frust bereits vorprogrammiert.

Ich bin der Meinung, dass es bei der Meditation nicht darum geht, die Gedanken «abzuschalten» oder gar loszuwerden. Es geht darum, im Jetzt ankommen, den Fokus auf den jetzigen Moment zu lenken und unseren Geist zu beobachten. Welche Gedanken kommen? Welche gehen? Schaffen wir es, in jeder Sekunde der Meditation achtsam zu sein? Oder driften wir ab?


Ist es schlecht, wenn wir bemerken, dass unser Geist auf Wanderschaft geht? Ich finde nicht. Denn er ist ja neugierig und will immer weiter gehen und wachsen. Warum also sollten wir zu hart mit uns selbst ins Gericht gehen? Wichtig ist, dass wir dem Geist folgen können und sehen, wohin die Gedanken führen. Bevor all die unterschiedlichen Gedanken und Eindrücke zu einer Kette werden, in der wir uns dann verlieren.


Wenn wir dies schaffen, haben wir schon viel erreicht. Um dieses einzelne Ziel zu erreichen, bin ich Fan der Atemübung 4/4/4 oder 4/7/8 - die findet ihr hier. Die Atmung bringt dich sofort ins Hier und Jetzt und hilft dir dabei, so richtig anzukommen und achtsam zu werden.


Alle Gedanken sind dazu da, dass wir sie annehmen, akzeptieren und sie dann mit gutem Gewissen weiterziehen lassen. Sie sind wie Wolken, die am Himmel erscheinen und wieder vorbeiziehen. Sie bleiben ja auch nicht vor unserem Fenster.


In der stillen Meditation ohne Führung lernst du wahrzunehmen, was dich beschäftigt und reflektierst die Erkenntnisse danach. Was möchten die Emotionen sagen? In der geführten Meditation geht es darum, den Fokus auf einem bestimmten Punkt zu halten und nur der Stimme zu folgen. An manchen Tagen funktioniert dies wunderbar, an anderen Tagen schweift man zu sehr in die Vergangenheit oder Zukunft ab. Auch das ist okay.


Fühlt euch umarmt,

Eure Antonella


Meditation kann grundsätzlich in unterschiedlichen Formen der Haltung ausgeübt werden. Der aufrechte Sitz gehört dabei zu den klassischen Varianten. Man kann aber auch im Liegen, im Stehen oder im Gehen meditieren. Dies alles ist Übungs- und gleichzeitig Geschmacksache.

Ich persönlich setze mich am liebsten hin. Nach zahlreichen Meditationsarten habe ich für mich gemerkt, dass ich eine andere Haltung und Konzentration gegenüber der Meditation habe, wenn ich sitze. Im Fokus steht bei allen Varianten die Selbstverantwortung. Man entscheidet sich bewusst für eine Form und führt diese so aus, dass man Körper und Geist durch Ruhe und Achtsamkeit in Einklang bringt.


Gerade zu Beginn der Meditationspraxis finde ich es «einfacher», wenn man sich fürs Sitzen entscheiden. Der Energiestrom fliesst gleichmässig, die Wirbelsäule ist gestreckt, man hat Kontrolle über den Atem und fokussiert sich auf die Meditation und sich selbst. Beim Liegen kann es ziemlich rasch passieren, dass man einschläft, gerade weil man sich zu entspannt fühlt. Auch mir passierte dies nicht gerade selten. Gerade wenn man einen anstrengenden Tag hinter sich hat, ist es einfach sehr entspannend und einladend, die Meditation im Liegen zu geniessen. Doch dann verliert man rasch den Fokus der Achtsamkeit. Wenn man natürlich eine Gute-Nacht-Meditation plant, sieht die Ausgangslage wieder anders aus. Aber auch hier ist der Fokus und der Sinn der Meditation wichtig.


Wie ihr sehen könnt, gebe ich euch auch hier nicht DIE Regel. Probiert die Meditationen aus, setzt euch hin, steht oder liegt - was bringt euren Körper und Geist in Einklang? Wenn ihr die Antwort für euch gefunden habt, ist dies eure perfekte Meditation.


Fühlt euch umarmt,

Eure Antonella


Eine Frage, die mir regelmässig gestellt wird. Und doch finde ich, dass es keine klare Antwort dazu gibt. Im Bereich Meditation geht es in meinen Augen darum, dass wir alle unseren eigenen Weg gehen, unterschiedliche Dinge ausprobieren und die für uns «perfekten» Meditationsarten finden.

Ich unterteile die gesamte Thematik gerne in drei unterschiedliche Typen, wobei kein Typ besser oder toller ist als der andere - sondern lediglich anders. Bei Typ A geht es um die geführten Meditationen, in denen man bewusst Themen anschauen und analysieren kann wie Angst, Stresssituationen etc. Bei Typ B handelt es sich um die sogenannte Transzendentale Meditation. Dabei geht es darum, den Geist mit immer weniger Anstrengung in die innere Stille zu bringen. Man kann bei 5 Minuten starten und dies bis zu 20 Minuten oder noch mehr hochschrauben. Und dann gibt es noch Typ C: Die absolute Ruhe. Du bist im Raum mit deinem Meditationskissen - ohne Musik, ohne geführte Meditation.


Nun... Was ist für jeden von euch nun die passende Meditation? Diese Entscheidung kann ich nicht für euch treffen. Ich kann nur von meiner Erfahrung berichten, die mir zeigte, dass Typ A für den Einstieg in die Meditation einfacher ist, als sich direkt an Typ C zu wagen. Ihr könnt euch meine Meditationen anhören und werdet dadurch geführt, geleitet und auch wieder zurückgeholt.


Sehr wichtig finde ich, dass wir stets achtsam und liebevoll mit uns umgehen. Es soll kein Wettkampf sein, wer am besten und längsten meditieren kann. Es geht um unser persönliches Training, ins Jetzt zu kommen. Auch bei mir gleicht kein Tag dem anderen. Manchmal schweifen meine Gedanken ab - manchmal nicht.


Seid offen, lernt euch kennen, geniesst die Meditation und - habt Spass!


Fühlt euch umarmt,

Eure Antonella


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"Versuchen wir, das Beste eines jeden Menschen zu erkennen, den anderen im bestmöglichen Licht zu sehen. Diese Einstellung erzeugt sofort ein Gefühl der Nähe, eine Art Geneigtheit, eine Verbindung." - Dalai Lama

#inspireyourself

Als mein Herz begann zu schreiben
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