Meditation im Sitzen

Meditation kann grundsätzlich in unterschiedlichen Formen der Haltung ausgeübt werden. Der aufrechte Sitz gehört dabei zu den klassischen Varianten. Man kann aber auch im Liegen, im Stehen oder im Gehen meditieren. Dies alles ist Übungs- und gleichzeitig Geschmacksache.

Ich persönlich setze mich am liebsten hin. Nach zahlreichen Meditationsarten habe ich für mich gemerkt, dass ich eine andere Haltung und Konzentration gegenüber der Meditation habe, wenn ich sitze. Im Fokus steht bei allen Varianten die Selbstverantwortung. Man entscheidet sich bewusst für eine Form und führt diese so aus, dass man Körper und Geist durch Ruhe und Achtsamkeit in Einklang bringt.


Gerade zu Beginn der Meditationspraxis finde ich es «einfacher», wenn man sich fürs Sitzen entscheiden. Der Energiestrom fliesst gleichmässig, die Wirbelsäule ist gestreckt, man hat Kontrolle über den Atem und fokussiert sich auf die Meditation und sich selbst. Beim Liegen kann es ziemlich rasch passieren, dass man einschläft, gerade weil man sich zu entspannt fühlt. Auch mir passierte dies nicht gerade selten. Gerade wenn man einen anstrengenden Tag hinter sich hat, ist es einfach sehr entspannend und einladend, die Meditation im Liegen zu geniessen. Doch dann verliert man rasch den Fokus der Achtsamkeit. Wenn man natürlich eine Gute-Nacht-Meditation plant, sieht die Ausgangslage wieder anders aus. Aber auch hier ist der Fokus und der Sinn der Meditation wichtig.


Wie ihr sehen könnt, gebe ich euch auch hier nicht DIE Regel. Probiert die Meditationen aus, setzt euch hin, steht oder liegt - was bringt euren Körper und Geist in Einklang? Wenn ihr die Antwort für euch gefunden habt, ist dies eure perfekte Meditation.


Fühlt euch umarmt,

Eure Antonella